Ausbildungskonzept

Schule Steinfeld als Ausbildungsschule

Die Schule Steinfeld ist eine Schule, die sich seit Jahren um die Ausbildung von Sonderschullehrer/-innen bemüht.
Unser Ausbildungskonzept orientiert sich an unserem Schulprogramm sowie an den Ausbildungsstandards des Vorbereitungsdienstes formuliert durch das IQSH.
Das Konzept versteht sich nicht als festgeschriebenes Programm, sondern soll im Rahmen der regelmäßigen Evaluation und Fortschreibung weiterentwickelt und revidiert werden.

Zurzeit stehen der Schule für die Ausbildung neben den Sonderschullehrer/-innen zwei Ausbildungslehrkräfte zur Verfügung, die sich für ihre Tätigkeit als Ausbildungslehrkraft zertifizieren.
Das Sonderpädagogikteam besitzt zusätzlich zum Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung umfangreiche Kompetenzen in den Förderschwerpunkten:
- Lernen
- körperliche und motorische Entwicklung
- emotionale und soziale Entwicklung
- Sprache
- Sehen.


2. Standards für unsere Schule als Ausbildungsschule


2.1. Aufgaben der Schulleitung

2.1.1 Aufgaben der Schulleitung bezüglich der Rahmenbedingungen

Die Schulleitung:
- meldet dem IQSH rechtzeitig freie Ausbildungsplätze,
- stellt sicher, dass die Schule angemessene räumliche und materielle Bedingungen für die Ausbildung der LiA in den Fachrichtungen und Fächern bietet,
- führt zu Beginn der Ausbildung gemeinsam mit den Ausbildungslehrkräften und dem Personalrat der Schule ein Einführungsgespräch für die neu eingestellte LiA durch,
- unterstützt die Kooperation mit benachbarten Schulen, dem IQSH und den anderen außerschulischen Lernortpartnern zur Durchführung von gemeinsamen Ausbildungsveranstaltungen und stellt hierfür beteiligte KollegInnen frei,
- ermöglicht schulinterne Ausbildungsveranstaltungen,
- bietet ergänzend zum Pflichtmodul „Schulrecht“ des IQSH einmal im Schuljahr ein Schulrechtgespräch mit schulspezifischer Schwerpunktbildung an,
- unterstützt die Organisation des Prüfungstages der LiA.

2.1.2 Aufgaben der Schulleitung bezüglich der Ausbildungslehrkraft

Die Schulleitung:
- organisiert die Qualifizierung und Zertifizierung von Ausbildungslehrkräften im Förderzentrum der Schule Steinfeld,
- stellt die Ausbildungslehrkräfte für die Teilnahme an den Qualifizierungsmaßnahmen frei,
- ermöglicht der LiA Hospitationen in verschiedenen Klassenstufen und Schularten der Beruflichen und Allgemeinbildenden Schulen in Mölln und im präventiven Bereich der Kindergärten und
Kindertagesstätten,
- gewährt den Ausbildungslehrkräften für die Ausbildung der LiA jeweils zwei Ausgleichsstunden pro Fach/ Fachrichtung,
- beteiligt die Ausbildungslehrkräfte an den Planungen bezüglich des unterrichtlichen Einsatzes der LiA.

2.1.3 Aufgaben der Schulleitung bezüglich des Unterrichts

Die Schulleitung:
- informiert die LiA und die Ausbildungslehrkräfte vor Ausbildungsbeginn über den vorgesehenen Unterrichtseinsatz der LiA,
- stellt sicher, dass der eigenverantwortliche Unterricht der LiA im Umfang von durchschnittlich zehn Wochenstunden im Ausbildungszeitraum erteilt wird,
- gestaltet den Stundenplan so, dass gegenseitige Hospitationen sowie der Unterricht unter Anleitung von Ausbildungslehrkraft und LiA möglich sind,
- besucht in Absprache mit der LiA und den Ausbildungslehrkräften halbjährlich je einmal pro Fachrichtung eine Unterrichtsübung (SL) der LiA,
- führt nach einem Jahr eine Beratungs- und Reflexionsgespräch mit der LiA und den Ausbildungslehrkräften durch, in dem die Stärken und Schwächen der LiA benannt werden sowie deren
berufliche Eignung festgestellt wird,
- gibt der LiA auf Wunsch Rückmeldung zur aktuellen Einschätzung der bisher gezeigten Leistungen,
- erstellt am Ende der Ausbildung eine dienstliche Beurteilung über Eignung und Leistung der LiA.


2.2 Aufgaben der Ausbildungslehrkraft

2.2.1 Aufgaben der Ausbildungslehrkraft bezüglich der Rahmenbedingungen

Die Ausbildungslehrkraft:
- unterstützt und begleitet die LiA im gesamten Ausbildungsprozess, um die vorgegebenen Ausbildungsstandard (§ 9 OVP) zu erreichen,
- führt die LiA in den schulpraktischen Alltag ein,
- bindet die LiA in die unterrichtliche und schulische Arbeit des Kollegiums ein,
- kooperiert bei Bedarf mit der Ausbildungslehrkraft des anderen Faches bzw. der anderen Fachrichtung,
- begleitet die Führung des Portfolios bzw. des Tätigkeitsberichtes.

2.2.2 Aufgaben der Ausbildungslehrkraft bezüglich des Unterrichts

Die Ausbildungslehrkraft:
- führt zu Beginn der Ausbildung (nach ca. fünf Wochen) das erste Orientierungsgespräch sowie nach jeweils sechs Monaten weitere Orientierungsgespräche mit der LiA über den
Ausbildungsprozess durch und protokolliert diese,
- hospitiert regelmäßig im Monat im eigenverantwortlichen Unterricht LiA,
- besucht die Untersuchungsübungen (AL) der LiA und reflektiert gemeinsam mit der LiA,
- besucht in Absprache mit der LiA gemeinsam mit der Schulleitung halbjährlich mindestens einmal pro Jahr, Fach und Fachrichtung eine Unterrichtsübung (SL) der LiA, welche in einem
anschließenden Beratungs- und Reflexionsgespräch ausgewertet wird.


2.3. Aufgaben der Lehrkraft in Ausbildung

2.3.1 Aufgaben der Lehrkraft in Ausbildung bezüglich der Rahmenbedingungen

Die Lehrkraft in Ausbildung:
- nimmt am Schulleben teil,
- arbeitet mit in den Teams der KollegInnen,
- bringt sich aktiv in die regelmäßige LiA - Arbeitstreffen ein,
- nimmt an den Dienstversammlungen teil,
- kooperiert mit Eltern und außerschulischen Institutionen,
- gestaltet schulische Prozesse (Schulprogramm, Unterrichtsentwicklung)
- gestaltet schulische Aktivitäten wie Wandertage, Theateraufführungen, Sportfeste, Projektwochen u.ä.,
- qualifiziert sich auch in der unterrichtsfreien Zeit weiter (z.B. Fortbildungen, Betriebspraktika),
- führt ihr Portfolio ( § 11 OVP),
- legt rechtzeitig vor dem jährlichen Beratungs- und Reflexionsgespräch den Tätigkeitsbericht der Schulleitung vor,
- bespricht am Ende der Ausbildung mit den Ausbildungslehrkräften das Portfolio in zeitlich angemessenem Rahmen (§ 11 OVP).

2.3.2 Aufgaben der Lehrkraft in Ausbildung bezüglich der Mitgestaltung und Entwicklung von Schule

Die LiA arbeitet an der Weiterentwicklung des Förderzentrums mit, dies betrifft Problemfelder wie:
- Öffentlichkeitsarbeit,
- Elternarbeit,
- Teamarbeit,
- Verbesserung und qualitative Absicherung des Unterrichts insbesondere durch die Erweiterung und Intensivierung der Medienkompetenz, Vernetzung von Therapie, Pflege und Unterricht,
- Förderung von Schüler/-innen mit intensivem durchgängigem Assistenzbedarf,
- Möglichkeiten der Gewaltprävention und Entwicklung eines möglichen Anti-Aggressionsprogramms,
- Möglichkeiten und Grenzen der Offenen Ganztagesschule.
- aktive Mitarbeit an der Evaluation des Schulprogramms sowie Vorbereitungen für schulische Feste und Veranstaltungen.

2.3.3 Aufgaben der Lehrkraft in Ausbildung bezüglich der Erziehung und Beratung

Die Lehrkraft i. A. berät die Schülerschaft, Eltern und Erziehungsberechtigte gemeinsam mit ihrer Ausbildungslehrkraft bei Problemsituationen und Konfliktfällen. Diese Beratung findet häufig in Kooperation mit Erziehungsberatungsstellen und kinder- und jugendpsychologischen Diensten statt.
Weiterhin wird die Lehrkraft i. A. unterstützt in Entwicklung der Beratungskompetenz im Kontext von Prävention, Gemeinsamem Unterricht und Rehabilitation:
Hierzu gehört der Aufbau neuer Kontakte, die Pflege und Vermittlung von bestehenden Kontakten innerhalb der Schule (Krankengymnastik / Ergotherapie) und außerhalb der Schule.
Die Schule arbeitet eng mit folgenden Institutionen und Schulen zusammen:
- Gesundheitsamt – z.B. präventive Zahnpflege,
- Pflegedienst der AWO Geesthacht,
- Werkstatt für Menschen mit Behinderung,
- MöllnDon Bosco - Haus in Mölln,
- Integrative Kindergärten des Nordostkreises des Herzogtums Lauenburg,
- Staatliche Internatsschule für Hörgeschädigte in Schleswig,
- Schule für Sehgeschädigte in Schleswig,
- Sprachheilschule Wentorf,
- Weinbergschule Schwerin,
- Astrid-Lindgren-Schule Mölln sowie allen Förderschulen des Nordostkreises,
- Hachede Schule Geesthacht,
- Tanneck Grundschule Mölln,
- Till Eulenspiegel Grundschule Mölln,
- Hauptschule Schäferkamp Mölln,
- Paul A. Weber Realschule Mölln,
- Gymnasium Mölln,
- Beruflichen Schulen.
Die Teilnahme an der Kooperationsveranstaltung mit den Schulen des Schulbergs einschließlich der Tanneck Grundschule ist verpflichtend.

2.3.4 Aufgaben der Lehrkraft in Ausbildung bezüglich des geforderten Selbstmanagements

Die Lehrkraft i. A. sollte ein höchstmögliches Maß in eigenverantwortlicher Aufgabenbewältigung lernen, um entsprechend den rechtlichen bzw. schulrechtlichen Rahmenbedingungen handlungskompetent zu werden.
Grundlage des pädagogischen Handelns ist die Reflexion der eigenen Arbeit. Aufgaben erledigt die Lehrkraft i. A. termingerecht und pünktlich. Sie fühlt sich ihren Schüler/-innen gegenüber verantwortlich und handelt in angemessener Nähe und Distanz zu ihnen.

2.3.5 Aufgaben der Lehrkraft in Ausbildung bezüglich der Bildungs- und Erziehungseffekte

Durch den eigenverantwortlichen Unterricht der Lehrkraft i. A. erfahren die Schüler/-innen eine Förderung ihrer Selbst-, Sozial-, Methoden- und Fachkompetenz. Die Lehrkraft i. A. gestaltet einen angemessenen schülerorientierten Unterricht in unterschiedlichen Sozialformen und mit adäquaten Medien unter Einbeziehung von außerschulischen Lernorten. Die Schüler/-innen werden zum selbstbestimmten und selbstverantwortlichen Lernen angeregt.
Die Lehrkraft i. A. wird in ihrer Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern als positiv eingeschätzt.


3. Evaluation von Ausbildung

Das Ausbildungskonzept der Schule wird regelmäßig unter Einbeziehung aller an Ausbildung Beteiligten evaluiert und weiterentwickelt.
Eine Veränderung im Konzept wird der Schulkonferenz vorgestellt und zur Abstimmung gestellt.




Zeitplan zu den Aufgaben der Ausbildungslehrkraft

1. Halbjahr 2. Halbjahr 3. Halbjahr 4. Halbjahr
Mitgestaltung sowie selbständige Planung, Durchführung und Nachbereitung einzelner Unterrichtsstunden der mit der AL gemeinsam geplanten Unterrichtseinheit unter Berücksichtigung des bestehenden Schulcurriculums Eigenverantwortliche Planung einer Unterrichtseinheit unter Berücksichtigung der individuellen Förderpläne und unter Berücksichtigung des bestehenden Schulcurriculums wie 2. Halbjahr wie 2. Halbjahr
Anfertigung von einer kleinen Unterrichtsvorbereitung pro Woche (Abgabe am vorherigen Tag) für den Besuch der AL zusätzliche Ausarbeitung von mindestens 3 ausführlichen Unterrichtsplanungen verteilt auf die Fächer mit besonderer Berücksichtigung der Fachrichtungen wie 2. Halbjahr wie 2. Halbjahr
Beteiligung an lernprozessbegleitender Diagnostik,
Mitarbeit an der Erstellung individueller Förderpläne
wie 1. Halbjahr
Mitarbeit an der Zeugniserstellung,
Mitarbeit an der Erstellung von sonderpädagogischen Gutachten
wie 2. Halbjahr wie 2. Halbjahr
  Anfertigung der 1. Hausarbeit Anfertigung der 2. Hausarbeit Fertigstellung des Portfolios à Prüfung
Vorrangige Arbeit in der Stammschule und bei Bedarf im Arbeitsbereich der 2. Fachrichtung zusätzlich Hospitationen in integrativen/ präventiven Maßnahmen zusätzlich verstärkter Einsatz in integrativen/ präventiven Maßnahmen zusätzlich verstärkter Einsatz in integrativen/ präventiven Maßnahmen



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